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5 Tipps für erfolgreiche Workation

Während fast 10 Monaten Workation in den letzten zwei Jahren konnte ich einige Erfahrungen sammeln, um erfolgreiche Workation zu verbringen.

Publiziert am von Philip Schönholzer

Mit der Pandemie kamen viele Einschränkungen, aber auch neue Freiheiten. Ich hätte mir vorher niemals vorstellen können, mehrere Monate pro Jahr von einem anderen Ort aus zu arbeiten. Nach einigen Monaten im Lockdown und Homeoffice wollten meine Frau und ich einen Tapetenwechsel. Da wir beide in der Lage waren, von einem anderen Ort aus zu arbeiten, packten wir die Chance beim Schopf und planten unsere erste Workation.

Der erste Versuch

Für eine erste Workation suchten wir uns Lenzerheide aus. Von dort aus waren wir jederzeit in der Lage, in nützlicher Frist wieder zu Hause zu sein, falls es nötig sein sollte. Zudem wollten wir in der Schweiz bleiben, weil es weniger Risiken bei der Heimreise gab.

Über die Länge der Workation haben wir uns nicht zu viele Gedanken gemacht. Da die Wohnung in der Lenzerheide nicht gerade billig war, entschieden wir uns, mal für zwei Wochen zu bleiben und zu schauen, ob dies überhaupt geht und Spass macht.

Erste Erfahrungen: Wow

Nach den ersten zwei Wochen Workation können wir beide etwas mit Sicherheit sagen: Wow, war das cool! Obwohl wir an jedem Arbeitstag gearbeitet haben, kam uns die Workation genau wie Ferien vor. Was für richtige Ferien fehlte, waren die Restaurants und Museen, welche aufgrund des Lockdowns alle geschlossen waren. Ansonsten war es eine tolle Erfahrung und wir beide waren nun überzeugt, dass wir dies wieder machen wollen.

Allerdings haben wir auch vieles gelernt, was die nächste Workation noch besser machen würde. Und so kommen wir zu den 5 Tipps für eine erfolgreiche Workation.

5 Tipps für erfolgreiche Workation

Während 10 Monaten Workation sammelten wir viele Erfahrungen, was es für erfolgreiche Workation braucht. Es braucht nicht viel, aber einige Dinge sind für uns ein Muss.

4G Router und gutes Headset

Ohne Internet geht fast nichts. Aber um wirklich arbeiten zu können, braucht man nicht bloss Internet, sondern gutes Internet. Zumindest bei meiner Frau und mir ist es Pflicht, an einem Video-Call teilnehmen zu können. Und damit der Video-Call nicht zu einem dicken Hals führt, braucht es stabiles und schnelles Internet.

In all unseren Workations, egal ob in Italien, Spanien, Griechenland oder auch der Schweiz, hatten wir gutes Internet. Dabei darf man sich aber keines Falls auf das WiFi des Hauses verlassen. Dieses ist entweder langsam oder instabil, selbst in der Schweiz. Deshalb haben wir bei jeder Workation einen lokale SIM-Karte und unseren 4G Router dabei. Damit hatten wir fast immer genügend gutes Internet. Und falls es doch mal gutes WiFi im Haus gibt: Um so besser!

Bei jedem Haus, wo wir ankommen, starte ich als Erstes die Speedtest-App und messe die Geschwindigkeit und Stabilität des Internets über WiFi und 4G. So kam es auch schon vor, dass wir eine zweite SIM-Karte kauften, weil ein anderer Anbieter besseres Internet hatte. Ein schöner Vorteil von Workation in der EU ist, dass eine EU-SIM-Karte generell auch in anderen EU-Ländern funktioniert. Aber Achtung: Wir hatten in Griechenland zuerst eine italienische SIM-Karte verwendet, welche aber nach einer Weile nicht mehr funktionierte. Das verfügbare GB-Guthaben ist ausserhalb von Ländern nicht zwingend gleich gross. So hatte uns Vodafone Italien irgendwann eine SMS geschickt, dass unser verfügbares Guthaben für Griechenland aufgebraucht sei, obwohl wir eine Flatrate hatten...

Wenn man sowieso schon nicht das beste Internet hat, sollte man zumindest ein gutes Headset haben. Schlechtes Internet und ein schlechtes Headset sind eine ganz eklige Kombination für einen Videocall. Dabei muss es überhaupt nicht ein teures oder ausgeklügeltes Headset sein. Ich verwende auf den Workation ein simples verkabeltes In-Ear-Headset, welches bei den Handys oft dabei ist. Das ist leicht, hat eine gute Qualität und funktioniert ohne Störungen.

Tisch zum Arbeiten

Dies mag sich banal anhören, aber ohne Tisch und Stuhl lässt sich nicht gut arbeiten. Bei vielen Wohnungen, die wir gemietet haben, gab es oft nicht genügend Tische, damit wir beide in Ruhe arbeiten können.

Was nicht funktioniert, ist, dass wir beide am selben Tisch arbeiten. Sobald jemand oder gar beide in einem Call sind, ist ein gemeinsamer Tisch aufgrund des Lärms nicht mehr brauchbar. Damit sicher beide einen eigenen Tisch haben, nehmen wir einen Camping-Tisch mit. So sind wir sehr flexibel und wir können in jedem Fall in getrennten Zimmern arbeiten.

Falls es nicht möglich sein sollte, einen Tisch mitzunehmen, würden wir einen Tisch vor Ort organisieren.

Mit dem Auto in die Workation

Bisher haben wir alle Workations mit dem Auto unternommen. Dies hat den Vorteil, dass man mehr mitnehmen kann, flexibel beim Reisen ist, ein Auto vor Ort hat und weniger CO₂ als mit dem Flugzeug verursacht.

Während der Pandemie war das Fliegen zudem nicht immer möglich, weshalb wir sowieso lieber mit dem Auto in die Workation gingen. Falls es aber irgendwie möglich war, haben wir eine Autofähre genutzt, um etwas weniger fahren zu müssen.

Die grössten Vorteile beim Auto sind aber sicher, dass man vor Ort ein Auto hat und mehr in die Workation mitnehmen kann. Mit einem Auto sind das Einkaufen und die Ausflüge am Wochenende einfacher. Natürlich könnte man auch ein Auto mieten, aber dies ist auch wieder mit grösseren Kosten verbunden.

Mache es zu deinem Zuhause

Workations sind auch normale Arbeitstage. Wir brauchen zum Arbeiten und zum Entspannen am Abend nicht viel, aber auf gewisse Dinge wollen wir nicht verzichten.

Mit dem Auto können wir auch vieles sehr einfach mitnehmen. Wie oben beschrieben, ist dies eben auch ein Camping-Tisch. Je nach Ort nehmen wir sogar unsere Bikes und Stand Up Paddles mit! Wenn wir eine Wohnung nicht kennen, gibt es aber auch viele Elektronik- und Küchenartikel, die wir gerne mitnehmen. Sicher dabei sind:

  • Pfannen: Die sind in Ferienwohnungen oft in einem traurigen Zustand. In einem solchen Fall ist eine eigene Bratpfanne ein Segen.
  • Kaffeemaschine: Manchmal gibt es eine Kaffeemaschine in den Wohnungen, aber hier gehen wir ungern Risiken ein.
  • Milchaufschäumer: Damit Maria auch in den Workations einen Cappuccino geniessen kann.
  • Apple-TV: Am Abend auch mal Netflix oder Youtube schauen.
  • Xbox: Um mit den Freunden auch während den Workations gamen zu können. So bleibe ich auch während längeren Workations in Kontakt.

Mit Stromausfällen leben können

In der Schweiz sind Stromausfälle eine Ausnahme. In unseren Workations in Italien, Spanien und vor allem Griechenland hatten wir mehrere Stromausfälle. Wenn es unglücklich läuft, kann ein solcher Stromausfall mehrmals pro Tag oder auch für mehrere Stunden andauern. Falls man ohne Unterbruch arbeiten möchte, empfiehlt es sich, ein Notebook und einen mobilen 4G-Router zu verwenden. So kann man selbst mehrere Stunden ohne Strom arbeiten.

Unbedingt machen

Falls es irgendwie möglich ist: macht eine Workation! Euer Leben wir facettenreicher, abwechslungsreicher und abenteuerlicher. Ihr werdet mit neuen Dingen und Leuten konfrontiert und werdet wunderschöne, aber auch stressige Momente erleben. Das schwierigste an der Workation ist die Überwindung, es tatsächlich zu tun. Vor jeder Workation bin ich etwas unsicher, ob es eine gute Idee ist. Sobald wir am Ort angekommen sind, sind wir aber froh, dass wir es gemacht haben. All unsere Workations haben wir in toller Erinnerung und möchten keine davon missen.

Eben waren wir in Schweden und planen im Herbst für vier Wochen nach Valencia zu gehen. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste Workation!

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