Apptiva feiert den 5. Geburtstag

Auch wenn es sich nicht so anfühlt, die Apptiva ist tatsächlich schon 5-jährig. Während den 5 Jahren durften wir viele wertvolle Erfahrungen sammeln. In diesem Blogpost lassen wir euch etwas an unserem Rückblick teilhaben.

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Von Zeit zu Zeit muss man sich Gedanken dazu machen, woher man kommt, wo man steht, und wohin man eigentlich will. Ok, das tönt zugegebenermassen sehr philosophisch. Dies war aber oft der Auftakt der legendären Telefonate von Ruedi Ryffel, der für einige Monate in der Startup Station tätig war. Und so ganz Unrecht hat er damit ja nicht. Daher blicken wir zuerst ganz an den Anfang zurück.

Woher wir kommen

Linus, Philip und Roman haben vor fünf Jahren sämtlichen Mut zusammengenommen und die Apptiva gegründet. Kundschaft oder konkrete Projekte waren zunächst nicht vorhanden. Doch dies sollte sich glücklicherweise relativ rasch ändern. Apps, Chatbots und Unterstützung von Kunden vor Ort prägten schon bald den Alltag von den dreien. Es war von Anfang an klar, dass die Apptiva nicht eine 3-Mann-Show bleiben sollte. Und weil inzwischen mehr als genug Arbeit da war, stiess im 2017 Markus als erster Mitarbeiter zum Team dazu. Die Arbeit sollte nicht weniger werden, weshalb Renato, Patrik und David seit dem 2019 unser schlagkräftiges Team komplettieren.

Organisation

Wie funktioniert eine Firma mit 7 Leuten? Wer ist für was verantwortlich? Und wer ist eigentlich der Chef? Viele solcher Fragen müssen bei einer Firmengründung diskutiert werden. Und soviel sei schon mal gesagt: Bei uns sind alle Chef. Die Apptiva funktioniert nach den Prinzipien der Holokratie. Für uns bedeutet das beispielsweise, dass wir keine Hierarchien haben. Jeder kann grundsätzlich über alles entscheiden, sofern er zwei Dinge berücksichtigt:

  1. Es müssen die Leute um Rat gefragt werden, die von der Entscheidung betroffen sind und/oder darin über Expertise verfügen. (vgl. Beratungsprozess)
  2. Die Entscheidung darf die Organisation nicht gefährden.

Wenn man die Verantwortung für ein gewisses Thema hat, müssen hin und wieder Entscheide getroffen werden. Dies ist nicht immer ganz einfach. Dazu haben wir einen Beratungsprozess eingeführt, bei welchem wir den Rat vom Team einholen können. Der Prozess wird beispielsweise auch bei der Festlegung des Lohns eingesetzt. Man sagt dem Team, was man verdienen möchte. Das Team gibt Feedback zum Vorschlag. Doch am Schluss entscheidet jeder selbst über die effektive Summe.

Regelmässig führen wir sog. Governance-Meetings durch. Dabei wird über die Struktur der Firma gesprochen. Wir definieren Rollen und weisen die dazugehörigen Verantwortlichkeiten zu. Bei diesem Meeting reden wir aber nicht über einzelne Personen. Das macht strukturelle Änderungen einfach und weniger emotional. Jeder hat dabei die Möglichkeit, Änderungen anzustossen. Dieses Vorgehen hat sich sehr bewährt.

Kundschaft

Auch wenn man noch so gut organisiert ist, ohne Kundschaft läuft natürlich nichts. Weit über 200 Kundenkontakte konnten wir in den letzten 5 Jahren knüpfen. Tolle Projekte haben mit einem simplen Telefonat oder E-Mail begonnen. Es ist immer wieder spannend, wenn eine neue Projektanfrage reinkommt.

Die meisten von uns haben einen eher technischen Hintergrund. Direkten Kontakt mit Kunden war bei unseren vorhergehenden Jobs eher Mangelware. Bei der Apptiva sieht das natürlich ganz anders aus. Bei uns gibt es keinen Puffer zwischen Kunden und Entwicklung. Von Beginn weg reden die Kunden mit den Leuten, welche die Projekte auch umsetzen. Wir finden, das ist ein grosses Plus.

An dieser Stelle möchten wir einige Projekte resp. Produkte erwähnen, welche die Apptiva in den vergangenen Jahren stark geprägt haben:

  • Dashboard für die Notaufnahme: Vor allem in den Anfängen der Apptiva haben wir sehr viel Herzblut in die Entwicklung des Dashboards für die Notaufnahme gesteckt. Wir haben über 20 Spitäler besucht, um die Bedürfnisse der ÄrztInnen und PflegerInnen zu verstehen. Auf Basis dieser Erfahrungen entstand schliesslich eine Lösung für das Inselspital in Bern.
  • Botfabrik: Das Thema Chatbots fanden wir von Anfang an spannend. Nach der Lancierung von der Botfabrik durften schon ziemlich bald die ersten Apptiva-Bots die Fabrik verlassen. Chatbot-Projekte nehmen nach wie vor einen beachtlichen Teil unserer Arbeitszeit in Anspruch.
  • SUVA Slope Track: Mit dieser mobilen App kann man Fahrten auf der Skipiste aufzeichnen und kriegt anschliessend Tipps abhängig vom Fitnesslevel. Bis anhin ist das die komplexeste App, die wir umsetzen durften. Doch nicht nur die Entwicklung war sehr spannend, sondern auch die Tests im Schnee zusammen mit Wendy Holdener.
  • Screenimage Pro: Screenimage Systems AG dürfen wir bei der Neuentwicklung ihrer Digital Signage Lösung tatkräftig unterstützen. Das neue Produkt wird nun Schritt für Schritt bei bestehenden und neuen Kunden eingeführt. Da wir von Anfang an sehr stark involviert waren, fühlt sich das auch ein bisschen wie unser eigenes Baby an.

Mindset

Ja, sind wir denn nun noch ein Startup? Das haben wir uns selbst neulich gefragt. Vermutlich gilt man nach 5 Jahren nicht mehr als solches. Aber im Grunde genommen ist die Frage auch irrelevant. Viel wichtiger ist, dass wir nach wie vor ein Startup-Mindset haben. Wir lernen konstant dazu und reagieren rasch auf Veränderungen. Wir probieren Dinge aus, die evtl. auch mal schiefgehen können. Nur so schafft man es, sich ständig weiterentwickeln zu können.

Zu Beginn der Apptiva war ein fundiertes Knowhow in ERP-Umfeld vorhanden. Doch schnell war klar, dass wir noch viele weitere Skills brauchen, um moderne Applikationen entwickeln und zu unserer Kundschaft bringen zu können. Auf solche Herausforderungen lassen wir uns immer wieder ein. Denn nur so können wir den Ansprüchen von unseren Kunden und uns selbst gerecht werden.

Selbstverständlich liegt uns unsere Teamkultur sehr am Herzen. Wir verbringen so viele Stunden bei der Arbeit, da ist ein intaktes Team einfach eine wichtige Voraussetzung. Aufgrund von Corona ist zwar unser Skiweekend ins Wasser gefallen und Mario Kart Battles gestalten sich auch etwas schwierig in Zeiten von Homeoffice. Aber das wöchentliche virtuelle Bier lassen wir uns nicht nehmen.

Wohin wir wollen

Wobei wir bei der dritten Frage von Ruedi angelangt wären. Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten: Wir wollen weiterhin Software herstellen, die unsere Kunden mit Freude benutzen!