Bubble Chat wird Apptiva Klar
Unser Produkt bekommt einen neuen Namen. Nicht weil wir einfach Lust auf ein Rebranding hatten, sondern weil aus einem Chatbot Tool längst deutlich mehr geworden ist.
Publiziert am von Linus Hüsler

Unser Produkt bekommt einen neuen Namen. Nicht weil wir einfach Lust auf ein Rebranding hatten, sondern weil aus einem Chatbot Tool längst deutlich mehr geworden ist.
Publiziert am von Linus Hüsler

Als wir Bubble Chat entwickelt haben, war der Name ziemlich passend. Im Zentrum standen Chatbots und die Frage, wie sich deren Inhalte möglichst einfach verwalten, testen und laufend verbessern lassen. Seitdem hat sich in der Welt der künstlichen Intelligenz einiges verändert und Bubble Chat hat sich mit ihr weiterentwickelt.
Heute verbindet unsere Plattform das Wissen einer Organisation mit moderner KI, spezialisierten Agenten und bestehenden Systemen. Sie beantwortet Fragen auf Basis definierter Wissensquellen, kann unterschiedliche Kanäle bedienen und über Integrationen auf weitere Systeme zugreifen. Der eigentliche Chat ist damit nur noch ein Teil dessen, was die Plattform ausmacht.
Der Name «Bubble Chat» wurde dieser Entwicklung zunehmend nicht mehr gerecht. Deshalb wird aus Bubble Chat Apptiva Klar.
Bei einem modernen KI-Assistenten geht es längst nicht mehr primär um den Chat. Das eigentliche Problem liegt meistens woanders: Unternehmen und Organisationen verfügen über enorme Mengen an Wissen. Dieses steckt in Websites, Dokumenten, Reglementen, Datenbanken, Fachanwendungen und nicht zuletzt in den Köpfen der Mitarbeitenden.
Die Herausforderung besteht darin, im richtigen Moment die richtige Information zu finden. Wer eine Frage hat, sollte nicht zuerst wissen müssen, auf welcher Unterseite der Website, in welchem PDF oder in welchem internen System die Antwort zu finden ist. Genau hier setzen wir mit Apptiva Klar an: Menschen stellen ihre Frage in ihrer eigenen Sprache und erhalten eine Antwort auf Basis des Wissens, das die Organisation zur Verfügung stellt.
Dabei entwickelt sich auch unsere Vorstellung davon weiter, was ein solches System leisten kann. Heute steht häufig noch die Antwort im Zentrum. Zunehmend können KI-Agenten aber auch weitere Systeme einbeziehen, aktuelle Informationen abrufen oder konkrete Prozesse anstossen. Aus Wissen werden Antworten und aus Antworten können Aktionen werden.
Diese Entwicklung lässt sich für uns auf eine einfache Formel bringen:
Unternehmenswissen → Antworten → Aktionen
Bei der Suche nach einem neuen Namen war uns wichtig, nicht einfach dem nächsten AI-Naming-Trend hinterherzulaufen. Wir wollten keinen Namen, der irgendwo zwischen «Cognify», «Chatly», «AgentAI» und der nächsten .io-Domain verschwindet. Genauso wenig wollten wir einen Produktnamen, der versucht, möglichst viele aktuelle Technologiebegriffe unterzubringen.
Denn die Technologie verändert sich schnell. Vor einigen Jahren sprachen wir vor allem über Intents, Natural Language Understanding und Conversation Management. Heute beschäftigen uns Large Language Models, RAG, Multi-Agent-Systeme, Tools und MCP. In ein paar Jahren werden vermutlich wieder andere Begriffe im Vordergrund stehen.
Der Nutzen für unsere Kunden:innen verändert sich dagegen viel weniger. Menschen haben eine Frage, eine Organisation besitzt das dazugehörige Wissen und unsere Aufgabe besteht darin, beides möglichst zuverlässig zusammenzubringen. Die Technologie im Hintergrund kann komplex sein. Das Ergebnis sollte es nicht sein.
Genau deshalb gefällt uns Klar.
Der Name beschreibt nicht, welche Technologie wir einsetzen, sondern was wir damit erreichen wollen: Komplexität reduzieren, relevantes Wissen zugänglich machen und Menschen zu einer verständlichen Antwort führen.
Klar verstehen. Klar antworten. Klar handeln.
Apptiva entwickelt Software in der Schweiz und arbeitet vorwiegend mit Schweizer Unternehmen und Organisationen. Diese Herkunft prägt, wie wir arbeiten und welche Ansprüche wir an unsere Produkte stellen. Trotzdem wollten wir keinen Namen, der auf den ersten Blick möglichst schweizerisch klingt.
Für uns zeigt sich Swiss Made nicht in einem Schweizerkreuz, Bergen oder einem Produktnamen mit «Swiss». Viel wichtiger sind die Werte dahinter: Verlässlichkeit, Qualität, Datenschutz, persönliche Zusammenarbeit und der Anspruch, auch komplexe Lösungen möglichst einfach zu machen.
Genau deshalb passt «Klar» zu uns. Der Name ist direkt, unaufgeregt und verständlich. Er versucht weder besonders futuristisch zu klingen noch mit dem nächsten AI-Trend mitzuhalten. Hinter Apptiva Klar darf hochmoderne und komplexe Technologie stecken. Für die Menschen, die sie nutzen, soll das Ergebnis trotzdem möglichst einfach sein.
Das verstehen wir unter Klar.
Natürlich wäre die naheliegendste Lösung gewesen, aus Bubble Chat einfach Apptiva Chat zu machen. Damit hätten wir allerdings genau das Problem übernommen, das wir mit dem neuen Namen lösen wollen.
Ein Chat ist heute ein wichtiger Zugang zur Plattform, aber eben nur ein Zugang. Apptiva Klar kann auf einer Website oder über andere Kommunikationskanäle eingesetzt werden. Im Hintergrund können unterschiedliche Wissensquellen, spezialisierte KI-Agenten und angebundene Systeme zusammenspielen. Ein Nutzer sieht vielleicht ein einfaches Eingabefeld. Dahinter arbeitet aber längst mehr als ein klassischer Chatbot.
Und diese Entwicklung wird weitergehen. Wir wissen nicht, ob Menschen in einigen Jahren hauptsächlich tippen, sprechen oder ob KI-Agenten zunehmend direkt mit anderen Systemen kommunizieren werden. Einen neuen Produktnamen wieder an eine einzelne Form der Interaktion zu binden, erschien uns deshalb nicht sinnvoll.
Klar soll auch dann noch passen, wenn sich die Technologie rundherum weiter verändert.
Gleichzeitig wollten wir keine komplett neue Marke neben Apptiva aufbauen. Unsere Kund:innen kaufen nicht einfach eine Softwareplattform. Hinter dem Produkt stehen die Menschen bei Apptiva, unsere über zehnjährige Erfahrung mit Conversational AI und Softwareentwicklung sowie die persönliche Zusammenarbeit bei der Einführung und Weiterentwicklung der Lösung.
Deshalb bleibt Apptiva bewusst Teil des Namens. Apptiva ist der Absender, Klar ist das Produkt.
Das schafft gleichzeitig Spielraum für die tägliche Verwendung. Offiziell sprechen wir von Apptiva Klar. Im Produkt und im Gespräch darf daraus ganz selbstverständlich Klar werden: Ein Agent wird in Klar konfiguriert, eine Wissensquelle wird mit Klar verbunden oder eine neue Integration wird für Klar entwickelt.
Der Name soll sich nicht nur auf einer Website gut anhören, sondern auch im Alltag funktionieren.
Für bestehende Kund:innen ändert sich durch den neuen Namen zunächst einmal weniger, als man vielleicht vermuten würde. Die Plattform, bestehende Projekte und unsere persönliche Betreuung bleiben bestehen. Bubble Chat verschwindet nicht über Nacht und wird durch ein komplett anderes Produkt ersetzt. Es entwickelt sich unter einem neuen Namen weiter.
Der Wechsel zu Apptiva Klar steht aber für die Richtung, in die wir die Plattform bereits seit einiger Zeit entwickeln. Wir lösen uns von der Vorstellung eines einzelnen Chatbots und denken stärker in Wissen, spezialisierten KI Agenten, Integrationen und unterschiedlichen Kanälen. Entscheidend ist nicht mehr, wo eine Konversation stattfindet, sondern ob Menschen und Systeme zuverlässig auf das Wissen zugreifen können, das sie für ihre Aufgabe benötigen.
Der neue Name ist deshalb für uns mehr als ein neues Logo. Er gibt einer Entwicklung einen Namen, die längst begonnen hat.
Bubble Chat hat uns viele Jahre begleitet und ist ein wichtiger Teil der Geschichte von Apptiva. Was als Plattform für die Verwaltung und Verbesserung von Chatbots begann, hat sich gemeinsam mit unseren Kund:innen und den technologischen Möglichkeiten kontinuierlich weiterentwickelt.
Heute geht es nicht mehr darum, einfach einen Chatbot auf einer Website zu platzieren. Es geht darum, das Wissen einer Organisation intelligent zugänglich zu machen – für Kunden, für Mitarbeitende und zunehmend auch für KI-Agenten und digitale Prozesse.
Dafür wollten wir einen Namen, der einfach ist, zu uns passt und genügend Raum für die nächsten Jahre lässt.
Und wenn wir die Idee dahinter auf drei Wörter reduzieren müssten, wären es diese: